UV-Index erklärt: Was er bedeutet und wie du dich schützt

Was der UV-Index misst, was die einzelnen Stufen bedeuten und wie du Haut und Augen vor UV-Strahlung schützt.

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UV-Index erklärt: Was er bedeutet und wie du dich schützt

Der UV-Index macht unsichtbare ultraviolette Strahlung als Zahl verständlich. Achte auf den Zeitraum der Angabe und nutze ab einem Wert von 3 Schatten, Kleidung, Augenschutz und Sonnencreme.

Was ist der UV-Index?

Der UV-Index ist eine international standardisierte Skala für die Stärke der ultravioletten Sonnenstrahlung an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit. Dabei werden jene Wellenlängen stärker gewichtet, die Hautschäden verursachen. Der Wert zeigt deshalb das Risiko für Sonnenbrand und langfristige Schäden an Haut und Augen an.

Die Skala beginnt bei 0 und hat keine feste Obergrenze. Je höher der Wert ist, desto stärker ist die UV-Strahlung und desto größer ist das Risiko bei ungeschütztem Aufenthalt im Freien. Werte ab 11 gelten als extrem.

Ein aktueller UV-Index beschreibt die momentanen Bedingungen. Eine Tagesvorhersage nennt meist den höchsten erwarteten Wert rund um den Sonnenhöchststand. Prüfe deshalb, welche Angabe dir angezeigt wird, bevor du deinen Aufenthalt im Freien planst.

Die Stufen des UV-Index

Weltweit gelten dieselben fünf Zahlenbereiche. Ab einem Wert von 3 ist Schutz nötig, bei höheren Werten entsprechend mehr:

  • 0–2, niedrig: Bei kurzem Aufenthalt ist meist kein besonderer Schutz nötig. Bei Schnee oder Wasser kann eine Sonnenbrille sinnvoll sein.
  • 3–5, mäßig: Suche rund um den Sonnenhöchststand Schatten. Bedecke ungeschützte Haut, trage eine Sonnenbrille und verwende Sonnencreme.
  • 6–7, hoch: Verbringe rund um den Sonnenhöchststand weniger Zeit in direkter Sonne. Nutze Schatten, Kleidung, Hut, Sonnenbrille und Sonnencreme.
  • 8–10, sehr hoch: Plane Aktivitäten möglichst außerhalb der Zeit mit der stärksten UV-Strahlung und kombiniere alle Schutzmaßnahmen.
  • Ab 11, extrem: Meide möglichst die direkte Mittagssonne und kombiniere draußen alle Schutzmaßnahmen.

Ab einem UV-Index von 3 ist Sonnenschutz nötig. Wie schnell Sonnenbrand entsteht, lässt sich nicht pauschal in Minuten angeben. Hauttyp, UV-Stärke, frühere Exposition, Medikamente, Höhenlage, reflektierte Strahlung, Kleidung und Sonnencreme beeinflussen das Risiko. Dunklere Haut bekommt oft später einen Sonnenbrand, kann aber trotzdem UV-Schäden erleiden.

Einige Medikamente und Hautpräparate können die Lichtempfindlichkeit erhöhen. Lies den Beipackzettel und frage in der Arztpraxis oder Apotheke nach zusätzlichen Schutzmaßnahmen. Setze verordnete Medikamente nicht eigenständig ab.

Was beeinflusst den UV-Index?

Der UV-Index kann auch bei kühlem Wetter hoch sein. Mehrere Faktoren bestimmen, wie viel ultraviolette Strahlung den Boden erreicht:

Tageszeit: Die UV-Strahlung ist meist in den vier Stunden rund um den Sonnenhöchststand am stärksten. Morgens und am späten Nachmittag liegen die Werte in der Regel niedriger.

Jahreszeit: In den mittleren Breiten ist die UV-Strahlung im Sommer meist stärker als im Winter. In Äquatornähe können das ganze Jahr über hohe Werte auftreten.

Höhenlage: Mit zunehmender Höhe steigt die UV-Strahlung, weil sich weniger Atmosphäre über dir befindet, die sie abschwächen kann. In den Bergen und in Skigebieten können deshalb auch bei Kälte hohe Werte auftreten.

Bewölkung: Dichte Wolken verringern die UV-Strahlung häufig. Wolken blockieren sie jedoch nicht vollständig, und bei aufgelockerter Bewölkung kann die Belastung weiterhin erheblich sein. Mehr dazu erfährst du im Artikel über den Einfluss der Bewölkung auf das Wetter.

Reflektierende Oberflächen: Schnee, Wasser, Sand und andere helle Flächen können UV-Strahlung auf Haut und Augen zurückwerfen und so die gesamte Exposition erhöhen.

Breitengrad und Ozon: In Äquatornähe steht die Sonne höher, sodass ihre Strahlen einen kürzeren Weg durch die Atmosphäre zurücklegen. Auch die Ozonmenge über einem Ort beeinflusst, wie viel UV-Strahlung den Boden erreicht.

Vorhersagemodelle führen diese Faktoren zusammen, um den UV-Index zu berechnen. Unser Beitrag über die Entstehung von Wettervorhersagen erklärt, warum sich lokale Prognosen mit neuen Eingangsdaten ändern können.

So schützt du dich

Ab einem UV-Index von 3 solltest du mehrere Schutzmaßnahmen kombinieren und dich nicht allein auf Sonnencreme verlassen:

  • Suche besonders rund um den Sonnenhöchststand Schatten. Bäume und Sonnenschirme halten gestreute oder reflektierte UV-Strahlung nicht vollständig ab.
  • Trage dicht gewebte Kleidung, einen breitkrempigen Hut und eine Sonnenbrille mit seitlichem Schutz vor UVA und UVB.
  • Verwende auf unbedeckter Haut großzügig Breitband-Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 oder höher.
  • Beachte die Anwendungshinweise und trage die Sonnencreme mindestens alle zwei Stunden sowie nach dem Schwimmen oder Schwitzen erneut auf.
  • Nutze Sonnencreme nicht, um länger in der direkten Sonne zu bleiben.
  • Schütze Kinder besonders gut, denn UV-Schäden summieren sich im Laufe des Lebens.

Ist dein Schatten kürzer als du selbst, steht die Sonne hoch und die UV-Strahlung ist wahrscheinlich stärker. Diese Schattenregel ist eine praktische Erinnerung, Schutz zu suchen. Der örtliche UV-Index ist jedoch die genauere Orientierung.

So zeigt Airpult den UV-Index

Die UV-Index-Karte auf einer Airpult-Vorhersageseite zeigt eine Modellschätzung für den aktuellen Zeitpunkt, nicht das vorhergesagte Tagesmaximum. Airpult leitet den Wert aus der UV-Strahlung des GFS-Modells ab, rundet ihn auf eine ganze Zahl und ordnet ihn der passenden Kategorie zu: 0–2 niedrig, 3–5 mäßig, 6–7 hoch, 8–10 sehr hoch oder ab 11 extrem.

Die internationale Skala hat keine feste Obergrenze. Die Datenpipeline von Airpult begrenzt den Eingangswert auf 15, während der Marker der Farbskala ab 10 am rechten Rand bleibt. Lies deshalb Zahl und Kategorie gemeinsam. Die Angabe ist eine Modellschätzung, keine Messung an deinem exakten Standort.

Der kurze Hinweis auf der Karte fasst die Schutzmaßnahmen nur zusammen. Ab 11 solltest du möglichst die direkte Sonne rund um den Sonnenhöchststand meiden und draußen alle Schutzmaßnahmen kombinieren. Die Kategorie bedeutet nicht, dass alle Menschen den ganzen Tag drinnen bleiben müssen. Finde einen Ort, um die Schätzung für den aktuellen Zeitpunkt zu prüfen.

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