Was ist der UV-Index?
Der UV-Index ist eine international standardisierte Skala, die misst, wie stark die sonnenbrandverursachende ultraviolette Strahlung ist, die an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit den Boden erreicht.
Die Skala beginnt bei 0 und ist nach oben offen, wobei Werte über 11 alle als „Extrem“ zusammengefasst werden. In der Praxis liegen die Werte an den meisten Orten zwischen 0 und 12, in tropischen Hochlagen können sie aber über 20 steigen.
Die Zahl zeigt die tägliche UV-Spitzenintensität an, die typischerweise rund um den Sonnenhöchststand auftritt.
UV-Index-Stufen
| UV-Index | Stufe | Was du tun solltest |
|---|---|---|
| 0–2 | Niedrig | Minimales Risiko. An hellen Tagen Sonnenbrille tragen. |
| 3–5 | Mäßig | Sonnenschutz verwenden. Zur Mittagszeit bedecken. |
| 6–7 | Hoch | In den Mittagsstunden Schatten suchen. Sonnenschutz und schützende Kleidung werden empfohlen. |
| 8–10 | Sehr hoch | Sonnenexposition möglichst reduzieren. Ungeschützte Haut kann schnell verbrennen. |
| 11+ | Extrem | Mittags möglichst nicht draußen sein. Ungeschützte Haut und Augen können in Minuten verbrennen. |
Ab einem UV-Index von 3 solltest du Schutzmaßnahmen treffen. Wie schnell du verbrennst, hängt von deinem Hauttyp ab, aber ungeschützte Haut kann bei mäßigen Werten innerhalb von 45 Minuten und bei sehr hohen Werten in unter 10 Minuten verbrennen.
Was beeinflusst die UV-Werte?
Der UV-Index hängt nicht nur davon ab, wie sonnig es draußen aussieht. Mehrere Faktoren bestimmen, wie viel UV-Strahlung dich erreicht:
Tageszeit: UV ist in den vier Stunden rund um den Sonnenhöchststand am stärksten (ungefähr 10–14 Uhr, bzw. 11–15 Uhr während der Sommerzeit). Früh morgens und am späten Nachmittag ist das Risiko deutlich geringer.
Jahreszeit: In mittleren Breiten können die UV-Werte im Sommer um ein Vielfaches höher sein als im Winter. In Äquatornähe bleibt UV das ganze Jahr über hoch.
Höhe: UV nimmt pro 1.000 Meter (3.281 ft) Höhe um etwa 6–10% zu. In Bergregionen und Skigebieten liegen die Werte deutlich höher.
Bewölkung: Ein bedeckter Himmel senkt UV, aber oft weniger als gedacht. Dünne oder aufgelockerte Wolken lassen weiterhin viel UV-Strahlung durch. Einzelne Wolken können UV durch Reflexion sogar kurzzeitig verstärken.
Reflexion von Oberflächen: Frischer Schnee reflektiert den Großteil der UV-Strahlung zurück auf dich und kann deine Exposition effektiv verdoppeln. Sand und Wasser reflektieren weniger, erhöhen aber trotzdem die Gesamtdosis. Gras reflektiert nur sehr wenig.
Breitengrad: Je näher du am Äquator bist, desto höher ist UV. Die Sonnenstrahlen legen einen kürzeren Weg durch die Atmosphäre zurück, wodurch weniger UV herausgefiltert wird.
Tipps zu Sonnenschutz und Schutzmaßnahmen
- Ab UV 3 solltest du auf unbedeckter Haut eine Breitband-Sonnencreme mit SPF 30+ verwenden.
- Trage sie 15–30 Minuten vor dem Hinausgehen auf.
- Erneuere den Schutz alle zwei Stunden und direkt nach dem Schwimmen oder Schwitzen.
- Trage Sonnenbrille, Hut und schützende Kleidung, besonders in den Mittagsstunden.
- Kleidung mit UPF (Ultraviolet Protection Factor) 50 blockiert 98% der UV-Strahlen; das ist zuverlässiger als nur Sonnencreme.
- Wenn dein Schatten kürzer ist als du, steht die Sonne hoch genug für starke UV-Werte.
Wie Airpult den UV-Index zeigt
Airpult zeigt den aktuellen UV-Index für deinen Standort auf der Vorhersageseite, mit einer farbcodierten Skala von Grün (niedrig) über Gelb, Orange und Rot bis Violett (extrem). Zu jeder Stufe gibt es eine kurze Schutzempfehlung, damit du auf einen Blick weißt, welche Maßnahmen sinnvoll sind. Ort finden, um den UV-Index jetzt zu prüfen.